Migration: Übersicht
Migration bezeichnet die Überführung eines Softwaresystems in eine andere Zielumgebung. Migrationen sind vordergründig technische Transformationen mit einer klaren Anforderungsdefinition. Das zu migrierende Quellsystem beschreibt eindeutig die Systemfunktionalität, deren Erhalt nach erfolgreicher Migration durch Regressionstests überprüft werden kann. Die hiermit verbundene Möglichkeit der Überprüfung von Projektergebnissen erleichtert eine Vergabe von Migrationsaufgaben an externe Dienstleister.
Migrationen werden meist durch geänderte Anforderungen an Softwaresysteme ausgelöst. Organisatorische Änderungen der Unternehmensprozesse, Erweiterungen der Softwarefunktionalität oder externe Anforderungen erfordern Überarbeitungen der Softwaresysteme. Sich aus solchen Anforderungen ergebende nicht-funktionale Anforderungen an die Systemumgebung werden in Migrationsprojekten bearbeitet. Software-Migrationen sind als der Teil umfassenderer Reengineering-Maßnahmen zu verstehen, bei dem vorhandene Softwareartefakte in eine neue Umgebung überführt werden, ohne hierbei die Fachlichkeit zu verändern.